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Königlich privilegierte Schützengesellschaft 1447 Aschaffenburg Historische Gruppe: Churfürstliche Musketiere Aschaffenburg 1631
Im Jahre 2006 gründeten sich die Churfürstlichen Aschaffenburger Musketiere, um die langjährige Tradition und Selbstverständlichkeit der bürgerlichen Selbstverteidigung der Stadt Aschaffenburg wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Auch ist es das Anliegen der Churfürstlichen Aschaffenburger Musketiere die heutigen Mitmenschen für die Geschichte ihrer Region und ihrer Stadt zu interessieren und ihnen diese nahe zu bringen und fassbar zu machen.
Es wird die Epoche des 30-jährigen Krieges 1618 – 1648, die auch für Aschaffenburg und seine Umgebung sehr schwere Zeiten brachte, dargestellt. Es war eine Zeit, wo die Bürger die Freiheit ihrer Stadt noch als höchstes Gut empfanden und bereit waren zu dessen Verteidigung sich selbst mit Gut und Blut einzusetzen.
Zu gerade dieser Zeit war die bürgerliche Selbstverteidigung von großer Bedeutung.
Historische Grundlagen für die Churfürstlichen Aschaffenburger Musketiere sind die Auszüge aus den Stiftsmatrikel 1605 bis 1650 und der Stich von Johann Jacob von Wallhausen, dem wohl bekanntesten Kriegstheoretiker seiner Zeit: „Waffenverteilung vor Aschaffenburg, Defensio patriae oder Landrettung“ Frankfurt am Main 1621. Das Original befindet sich im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg.
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Auch berufen wir uns auf diverse Fachliteratur und Festschriften, so wie auf die Aussagen von Geschichts- und Heimatpfleger und auf Resultate aus der Zusammenarbeit mit anderen historischen Gruppen.
Ziel der Gruppe: ist die detailgetreue, historische Darstellung einer historischen Bürgerwehr der Stadt Aschaffenburg in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts (etwa 1600-1650) und die Auseinandersetzung der Mitglieder mit der Geschichte dieser Epoche.
Außer Repräsentationen, wie Begleitung des Bürgermeisters, Festumzug, etc. widmen sich die Mitgliede dieser Projektgruppe noch der lebendigen Darstellung erlebbarer Geschichte des 17. Jahrhunderts.
Die Projektgruppe führt zu diesem Zweck im Rahmen von eigenen historischen Veranstaltungen oder durch Mitwirkung bei solchen Tätigkeiten durch: * Leben im Feldlager * Historische Nahrungsmittelzubereitung * Tragen historischer Tracht und Gewandung * Darstellung von Blank- und Feuerwaffen des 17. Jahrhunderts in statischen und dynamischen Waffenschauen
Die dargestellte “Bürgerwehr” ist historisch belegt. Wie alle größeren Städte so hat auch Aschaffenburg alle wehrfähigen Bürger zum Dienst an der Waffe verpflichtet und so seine Wehrhaftigkeit in diesen turbulenten Zeiten aufgebaut. Dargestellt werden Figuren aus allen Bevölkerungsschichten der damaligen Stadt Aschaffenburg. Entsprechend erstreckt sich die Bekleidung von der einfachen Magd und dem Knecht über die Mittelstandsschicht zu den höheren Gesellschaftsschichten. Die weiblichen Akteure stellen den Tross der Truppe dar und folgten dieser mit der Bagage.
Die Ausrüstung und Bewaffnung war entsprechend der vorhandenen Mittel. Die höhere Schicht konnte sich privat eindecken. Die unteren Schichten erhielten ihre Stücke aus dem städtischen Zeughaus. Die Zeughäuser waren mit einem ziemlichen Durcheinander an Ausrüstungen und Bewaffnung bestückt. An Blankwaffen sind in dieser Gruppe zu sehen: Bidenhänder (2 Stück neben den Fahnen), Rapiere, Schwertrapiere und Linkshanddolche. Geführt werden die Rapiere mit dem französischen Gehänge quer über die Schulter oder mit dem deutschen Gehänge um die Taille. Der Bidenhänder diente als Repräsentationswaffe und wurde frei getragen. Die mitgeführten Stangenwaffen unterscheiden sich in Hellebarden und Piken. An Handfeuerwaffen sind vorhanden: Luntenschlossmusketen und Radschlosspuffer (Pistolen) Das zu sehende Geschütz stellt ein dreipfünder Regimentsstück aus der dargestellten Epoche dar. > siehe auch Kanone - Kanonenkugel Dazugekommen Ist noch eine Drehbüchse und ein Salvengeschütz Auf der Standarte ist das zeitgenössische Wappen des Erzbischofs (Dietrich von Erbach 1434-1459) zu sehen. Als Sturmfahne wird der fränkische Rechen in den Farben Rot - Weiß geführt. Zur Erschließung der Art und des Umfanges der Ausstattung wurden Bücher, historische Schnitte und Gemälde so wie Archivmaterial herangezogen. Auch der Kontakt zu anderen Gruppen mit der selben Ausrichtung hat sehr geholfen über die Bekleidung, die Struktur und die Bewaffnung der damaligen Zeit einiges zu erfahren.
So verbindet uns eine enge Freundschaft mit der Cronacher Ausschuss Compagnie (www.cronacher-ausschuss-compagnie.de).
Die einzelnen Ausrüstungsgegenstände sind zum Teil von einschlägigen Händlern bezogen, selbst gefertigt oder aus anderen Artikeln umgebaut worden. Die Organisation und die Festlegung der Rangstufen erfolgte in Anlehnung an „Kriegskunst zu Fuß“, Oppenheim 1615, von Johann Jacob von Wallhausen.
Näheres mit Bilder unter Porträts.
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Zielgruppe: Alle Interessierten, egal wie alt, egal ob Mann oder Frau - auch Kinder.
Voraussetzungen: Sind vom Ansprechpartner Rekrutierung zu erfahren. Weitere Infos gibt es auch noch unter /Aktuell /Infos /Rekrutierung da
Ansprechpartner: Uwe Klotz  Tel: 06022 - 681230
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